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Palladium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Pd und der Ordnungszahl 46. Das seltene, silberweiße Übergangsmetall zählt zu den Platinmetallen, im Periodensystem steht es in der 5. Periode und der 10. Gruppe (früher Teil der 8. Nebengruppe) oder Nickelgruppe. Es ähnelt im chemischen Verhalten sehr dem Platin.

Verwendung

Feinverteilt ist Palladium ein exzellenter Katalysator zur Beschleunigung von chemischen Reaktionen, insbesondere Hydrierungen und Dehydrierungen (Addition und Eliminierung von Wasserstoff) sowie zum Cracken von Kohlenwasserstoffen.

Weitere Anwendungen:

Abgaskatalysatoren für Ottomotoren. (Palladium verdrängt das teurere Platin.)[15]
Schmuckwaren (vor allem in Ostasien)
Armbanduhren
Weißgold (Palladium „entfärbt“ Gold)
Platintiegel (80 % Pt, 20 % Pd)
Feinstfolien. Analog zum Blattgold kann Palladium zu 0,01 µm dünnen Folien ausgewalzt werden.
Durch heißes Palladiumblech diffundiert Wasserstoff fast ohne Widerstand, wodurch man es zum Reinigen von Wasserstoff oder Abtrennung von Wasserstoff aus Gasgemischen[16] verwenden kann. In heißem Palladium besitzt Wasserstoff ein hohes Diffusionsvermögen.
Kontaktwerkstoffe für Relais in Kommunikationsanlagen
Zahnersatz
Medizinische Instrumente
Elektrodenwerkstoffe für Brennstoffzellen und Zündkerzen (Luftfahrt)
Speichermedium für Wasserstoff, da es sehr große Mengen Wasserstoff absorbieren kann. Aus diesem Grund wurde es auch als Kathodenmaterial in den notorischen Experimenten von Fleischmann und Pons zur Kalten Fusion (und zahlreichen Nachfolgeexperimenten) verwendet.
Pd/Ni-Legierungen als Ersatz für Gold in der Elektroindustrie (z.B. bei der galvanischen Beschichtung von Kontakten)
Nanotechnologie (dient als Katalysator, um z. B. molekulare Verbindungen herzustellen)
Anlagemünzen, z.B. Palladium Maple Leaf
Federn für Füllfederhalter
p-Kontakt für galliumnitridbasierte Halbleiterbauelemente
zum Legieren des Werkstoffes Titan, als Grade 7- und Grade 11-Legierung
in GASFET-Sensoren als Gate
In der Leiterplattenbeschichtung: Der Kunststoff, teils auch nur Bohrungen (Bekeimung), wird mit Palladium beschichtet, um darauf eine Kupfer- oder Messingschicht aufzubringen.
2011 wurde ein extrem widerstandsfähiges, amorphes Material – sogenanntes Metallisches Glas – mit dem Hauptbestandteil (etwa 40 %) Palladium hergestellt, das die für diese Materialklasse typische Sprödigkeit nicht aufweist.

Palladiumpreis
Der Palladiumpreis entsteht aus dem Zusammenspiel fundamentaler Marktdaten wie Angebot von und Nachfrage nach Palladium; zudem wird er beeinflusst von Emotionen (z.B. Angst vor Inflation), Ereignissen, langfristigen Entwicklungen, Spekulationen und langfristigen Erwartungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Palladium